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© Gerhard Zimmermann 2016
Weiter geht es mit dem Korpus. Die Ahorndecke ist noch um 4 mm zu dick. Mit einer Hilfskonstruktion fräse ich sie auf Maß.
Fertig. Nun geht es an die Wölbung der Decke.
Mit einer MDF Schablone die ich mir von LesPaul Forum User ExNihilo abgeschaut habe, zeichne ich die Höhenlinien an.
Auch dafür habe ich mir für die Oberfräse eine einfache Hilfskonstruktion gemacht.
Den Korpus führe ich einfach von Hand am Fräser entlang.
So sieht es nach den ersten zwei Durchgängen aus. Eine sehr staubintensive Arbeit...
Nach allen Fräsdurchgängen sieht es so aus.
Jetzt kann es mit dem Exzenterschleifer verschliffen werden.
Es geht langsam voran. Trotz Dunstabzugshaube und Staubsauger legt sich im gesamten Zimmer eine feine Staubschicht nieder.... :-(
Update 29.10.2016 Es geht weiter!!! Auch wenn der BMW viel Zeit in Anspruch nimmt, widme ich mich nun wieder mehr der Gitarre. Wie schon geahnt, habe ich mich jetzt dazu entschlossen ein neues Griffbrett zu machen. Da ein Tag nur 24 h hat, habe ich mir ein fertig geschlitztes und mit Einlagen versehenes bei E...ay gekauft. Dieses habe ich auf die richtige Breite gefräst und geschliffen. Noch einmal zur Farbproblematik der Kunststoffteile: Nach fleißigem Studium von Bildern historischer Les Pauls, denke ich nun zu wissen wie die Gitarren bei Gibson Ende der 50’er lackiert wurden. Ich gehe davon aus, das die Gitarren nach dem Füllern mit Paste komplett mit gelbem Nitrolack gespritzt wurden. Nur das erklärt die gelben Bindings. Auf manchen Bilder sieht man auch gut wie das Binding am Griffbrett teilweise vom Lack befreit wurde und dadurch der hell-beige Kunststoff sichtbar wird. Gleich ist am Korpusbinding an Stellen mit Abnutzung zu sehen. Diese Theorie bestätigt sich für mich durch die bei alten Les Pauls nur leicht Sichtbare Riegelung der Ahorndecken. Wird eine geriegelte (geflammte) Ahorndecke vor der Lackierung farblich gebeizt, sieht die Rigelung deutlich anders aus. So wie z.B. bei PRS Instrumenten. Ob Gibson damals die Rückseite der Instrumente in Rot lackiert oder gebeizt hat, muss ich noch in Erfahrung bringen. Heute wird ja bei Gibson nach der Lackierung das Binding durch das sog. “scraping” wieder vom Lack befreit. Jetzt würde mich mal interessieren ob sie das heute bei den aberwitzig teuren “True historic” Modellen wieder so machen... Zumindest auf den Bildern der Website sieht es fast so aus... Nachtrag: Die True Historic sind so wie die alten Originale lackiert, also mit gelb lackierten Bindings ohne Scraping. Bei einem der grossen Musikalienhändler habe ich einen Blick auf die aktuellen “True Historic” Modelle werfen dürfen.
Das neue Griffbrett wird bundiert. Ich habe mir den Fretbender von Stewmac gegönnt. Ist schon ein Vergnügen damit den Bunddraht auf den korrekten Radius zu biegen.
Der Halsfuß wird auf die endgültige breite gefräst. Die Führungsschnitte habe ich von Hand mit der Zugsäge eingesägt. Ich fand es recht schwierig auf beiden Seiten an der gleichen Position zu sägen.
Jetzt wird das Binding angeklebt. Ich verwende diesmal Aceton und Uhu Kunststoff- klebstoff. Man erkennt schon wie hell, ja nahezu weiß das Binding ist!
Einer der Arbeitsgänge vor denen ich sehr viel Respekt hatte: Den schrägen Boden des E-Fachs zu fräsen. Schon die Herstellung der Frässchablone war ja schwierig. Beim Fräsen hat sich die Tiefe als Problem herausgestellt, sowie die Schablone korrekt zu positionieren. Der 6mm Fräser auf dem Bild ist eigentlich schon zu lang und dünn. Ich musste mich vorsichtig an die endgültige Frästiefe herantasten.
mit dem Ergebnis bin ich halbwegs zufrieden. Ob die Potis sich dann später schön montieren lassen wird sich zeigen...
Weiter geht es mit der Wölbung der Ahorndecke. Mit Schleifpapier und Ziehklinge habe ich an der Kontur gearbeitet.
Hier fange ich an die Fräsung der Halstasche vorzubereiten. Ich möchte sicherstellen, dass die Fräsung exakt in der Korpusmitte verläuft damit später der Hals keinesfalls schräg steht, deshalb mach ich zusätzlich zur Frässchablone eine Anzeichnung nach Plan
Damit das Fräsen nicht ganz so aufwendig wird, habe ich mit dem Forstnerbohrer etwas vorgearbeitet. Wie man auf dem Bild sehen kann, ist die Frässchablone etwas zu gross. Ich habe mit Bindingmaterial etwas aufdicken müssen. Besser wäre: Schablone in den Ofen, neue machen!!!!!
Der Hals passt nun halbwegs rein. Zum Pickup hin ist mir natürlich das Binding zum Aufdicken aus der Schablobne gebrochen und der Fräser hat entsprechende Spuren hinterlassen :-(  Das Fräsen an sich war schon auch sehr schwierig, da ich keinen passenden Fräser hatte. Besser ist es für jede Fräsarbeit mit Schablone auch einen Fräser zu haben, der die entsprechende Länge hat. Ansonsten muss man die Schablone dicker oder eben dünner machen...