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© Gerhard Zimmermann 2016
Weiter mit dem Bindingkanal. Diesen fräse ich wieder mit meinem selbst- gebastelten Fräser. Diesen führe ich einfach von hand am Korpus entlang.
Soweit fertig. Die Fräsung musste ich jedoch noch etwas mit Schleifpapier glätten.
Das Binding klebe ich mit in Aceton gelöstem Binding ein und fixiere es mit Klebestreifen. Hat sich bereits beim letzten Projekt bewährt. Der grosse Vorteil dieser Methode: Jegliche Löcher und Spalten werden mit dem Klebstoff unsichtbar verschlossen.
Einmal komplett rum...
Und so schauts ausgepackt aus...
Da der Hals bis jetzt noch eine rechteckige Grundform hatte, habe ich diesen mit einem aufgespannten geraden Brett und einem Bündigfräser auf die richtige Trapezform gefräst.
Wieder mit einem Bündigfräser und der Kopfplattenschablone wird die korrekte Kopfplattenform gefräst.
Et Voila....
Nicht fotografiert habe ich das Schleifen der Kopfplatten- rückseite auf dem Bandschleifer. Mit der groben Raspel fange ich schon mal an die Halsform auszuarbeiten.
Der Schweifhobel hilft dabei auch ungemein.
Die Tonabnehmerfräsungen. Die Schablone wird dabei auf die Planfläche des Halses gelegt, damit die Fräsungen im gleichen Winkel wie der Hals angelegt werden.
Das Fräsen gestaltet sich wieder als schwierig, da ich keinen Bündigfräser habe der lang genug ist. Ich behelfe mir indem ich das Kugellager am Schaft mit Teflonringen unterlege.
Muss man wohl nicht grossartig beschreiben...
Die Schablone nagele ich dafür wieder am Korpus fest. Die Löcher werden später vom Griffbrett überdeckt. Es sind übrigens zwei Schablonen, da die Fräsungen unterschiedlich tief sind.
Der Istzustand. Kurz mit einem feuchten Tuch abgewischt und schon springt einem die fantastische Maserung des Ahorn ins Auge!!!
Schön zu sehen: das Holz ist “Flat-Sawn” beudeutet: das Holz ist quer zur Baum- stammmitte aus dem Stamm gesägt worden. Erkennt man an den ovalen Jahresringen.
Wieder ist es hier am Cutaway knapp geworden. Das Cutaway ist um einen mm zu tief eingeschliffen. Um das zu korrigieren habe ich das Binding am Griffbrett wieder abgelöst und schleife das Griffbrett einfach um einen mm schmaler. Es war eh genau 1mm breiter als auf dem Plan. Es ist einfach die heikelste Stelle beim Bau der Paula. Drei Teile müssen exakt zueinander gebaut werden. Vermutlich wurde bei den alten Originalen hier zugunsten einer guten Passung, auf die Ausrichtung zur Mitte verzichtet. Einen mm hin oder her ist mit dem Auge auch nicht zu sehen. Wohl aber eine Stufe zwischen Griffbrett - Hals - Cutawy/Korpus.
Parallel geht es mit dem Headstock-Veneer weiter. Dieses mache ich aus dünnem Sperrholz, da ich kein “Holly” habe und auch nicht weiss wo man das herbekommt.
Fuck. Ich habe als plane Unterlage eine Glasscheibe verwendet. Leider habe ich nicht bedacht, dass sich der Klebstoff mit dem Glas nahezu untrennbar verbindet.