© Gerhard Zimmermann 2026
Gitarren

Marathon Restaurierung

Die Marathon Pro Series ist meine erste richtige E-Gitarre. Ich habe sie damals von meinen Eltern bekommen als ich so ca. 14 war. Meine erste E-Gitarre war eine SG Kopie von Asco. Ich habe sie mal verliehen und nie wieder bekommen :-( Die Marathon haben wir damals in einem Laden in Recklinghausen gekauft. Gebaut wurde sie laut meiner Recherche wohl von der koreanischen Firma Samick. Man findet im Netz auch nahezu identische Gitarren von „Fenix“.  Vor ca. 18 Jahren bin ich auf die Idee gekommen sie komplett umzubauen und neu zu lackieren. Das war im Grunde das erste Gitarren-Bastelprojekt. Heute bereue ich das, obwohl der Umbau an sich gut geworden ist. Trotzdem möchte ich sie restaurieren und wieder in die Originaloptik zurück versetzen. Da ich damals die ´komplette Hardware gesandstrahlt und schwarz lackiert habe, bleibt mir nichts anderes übrig als neue goldene Hardware zu kaufen (ich habe aber ein Vergolden der alten Hardware in Erwägung gezogen).
Soweit entlackt. Das habe ich mit einem Heißluftfön sowie etwas Entlacker Chemie und dem Exzenterschleifer gemacht. Das  Bild ist vor ca. 18 Jahren direkt nach dem Umbau entstanden. Die Pickup Fräsungen sind bereits wieder hergestellt. Für das neue Tremolo musste ich die Posts versetzen.
Für das neue goldene Floyd Rose Tremolo musste ich die Posts versetzen. Das Alte hatte einen heute nicht mehr zu findenden Bolzenabstand von ca. 85 mm. Die Löcher habe ich mit Eichendübeln verschlossen. Leider passt auch die Fräsung nicht so ganz zur Außenkontur des neuen Tremolos. Evtl. werde ich hier auch nachbessern müssen. Die Tuner machen auch Probleme. Ich habe keine Neuen gefunden bei denen die Bohrungen der Verdrehsicherungsschraube passt. Ich habe nun die alten Löcher in der Kopfplatte verschlossen und verwende ähnliche aber leider nicht identische Tuner von Musiclily. Leider sind die alten Pickups mitsamt Elektronik im laufe der Jahre verloren gegangen. Es waren damals geschlosssene, passive Pickups (HSS) verbaut. Diese werde ich durch billige Amazon Pickups mit schwarzen Kappen ersetzen. An dieser Stelle möchte ich den finanziellen Aufwand klein halten.
So sah die Marathon damals aus. Feuerrot mit goldener Hardware. Und ich noch etwas jünger... Mein Setup im Jahr ca. 1994 Das neue Logo.
Da ich damals die Kopfplatte vom schwarzen Lack befreit hatte, musste ich nun das Marathon Logo neu machen. Dazu habe ich es im CorelDraw gezeichnet, dann mit der Dremel CNC eine Lackierschablone geplottet und mit etwas Tamiya Acrylfarben per Airbrush aufgetragen. Den sehr filigranen Pro Series Schriftzug konnte ich so leider nicht erstellen.
Fertig. Die Hardware ist zum grossen Teil neu.
Fertig. So hell ist das Rot in Wirklichkeit nicht wie auf dem Foto. An Pickups in originaler Optik bin ich gescheitert. Die habe ich im Laufe der Jahre verloren und andere bezahlbare mit geschlossenen Kappen habe ich nicht gefunden. Vielleicht mache ich noch passende Kappen auf dem 3D Drucker. Da ich mir damals keine Zeichnung zur orig. Verkabelung gemacht hatte, kann ich den Coilsplitschalter nicht mehr so wie er war anschliessen.

Projekt Kirk Hammett Replika

Ein Instrument das mich in meiner Jugend beeindruckt hat, war die Les Paul ähnliche Gitarre von Kirk Hammett, mit der ich ihn damals (1997) in Dortmund auch live gesehen habe. Nun baue ich mir eine Replika davon. Der Korpus wird aus Linde, und der Hals aus Walnuß das ich von Kollege Markus bekommen habe. Das Stück vom Walnußbaum habe ich schon vor drei Jahren aufgesägt und war damals von der tollen Flammung überrascht. Mal schauen wie es dann rauskommt… Tatsächlich habe ich mit diesem Projekt schon vor zwei Jahren begonnen, aber durch eine vorrübergehende Verschiebung der Interessenlage, ruhte das Projekt. Bis Jetzt. Es geht weiter! Anfänglich sollte der Korpus die Les Paul Kontur bekommen wie sie Hammett bzw. das ESP Custom Shop einzelstück auch damals hatte, aber da es deutlich einfacher ist von Bildern aktueller Gitarren Zeichnungen zu erstellen, bin ich umgeschwenkt und verwende die Kontur der aktuellen ESP Replikas.
Korpus mit Schablone und der grob gesägte Hals aus Walnuss Das extrem stark geflammte Holz des Walnussbaums von Markus Die Korpusform anhand der Schablone gefräst. Zum ersten mal verstärle ich einen Hals mit Karbonfaserstäben. Bin mir unsicher wie fest das Holz sein wird. Der eingepasste Hals. Zum Ausrichten habe ich einen Kreuzlinienlaser verwendet. Das hat die Sache vereinfacht. Durch einige Schaltungsfehler in der Zwischenohrregion gab es eine kleine Stufe zwischen Korpus und Hals. Die kann ich hoffentlich schön verschleifen. Die Bundschlitze mache ich auf der Dremel CNC. Aus irgendeinem Grund passen die Bundabstände nicht ganz wie geplant. Die Mensur verlängert sich dadurch um 2 mm auf 630 mm. Auch die Inlays werde ich auf der CNC machen. Hier ein Probedurchgang in MDF.