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© Gerhard Zimmermann 2016
Noch vom Umbau der Epiphone hatte ich einen Satzt Inlay Schablonen auf selbstklebendem Papier übrig. Die ausgeschnittenen Inlays klebe ich auf das Perloid, die leeren Rahmen auf das Griffbrett. Zum leichteren Ausrichten habe ich Griffbrett und Papierschablonen jeweils mit einer Mittellinie versehen.
Ich fange schon mal mit den Inlays für das Griffbrett an. Diesmal laminiere ich das 0,8 mm Material mit Aceton zusammen um durch die Dopplung eine etwas bessere Deckkraft zu erhalten. Nur eine Lage Perloid lässt das dunkle Holz ein wenig durch scheinen.
Für die Vertiefungen im Griffbrett habe ich zuerst mit dem Skalpell die Konturen so tief wie möglich eingeritzt, dann mittels selbstgebastelter Minioberfräse und Stechbeitel das Holz herausgearbeitet.
Dann habe ich die Inlays aus dem Perloid geschnitten und passend geschliffen.
Zwischendurch habe ich eine neue Schablone aus Sperrholz für die Kopfplatte gemacht.
Grob auf dem Hals angezeichnet
und mit der Stichsäge ausgeschnitten. So muss später die Oberfräse nicht mehr so viel arbeiten. Was bestimmt wieder eine Herausforderung wird, ist die Kopfplatte rückseitig auf die richtige Stärke zu bringen. Beim letzten mal habe ich das einfach auf dem Bandschleifer erledigt. Mal sehen ob ich mich das wieder trauen werde.
So wie wohl viele andere schon vor mir die eine authentische Les Paul Replika bauen wollten, bin auch ich über die Farbproblematik der Plastikteile gestolpert. Das Bild oben zeigt deutlich wie viele verschiedene Cremefarbtöne zusammenkommen wenn man die Teile so vor sich auf dem Tisch liegen hat. Die wohl einzig korrekte Farbe ist die der Pickup Rings von Crazyparts die auf dem Bild in der Mitte zu sehen sind. Da es von Multona eine Farbe gibt die perfekt dazu passt, werde ich die “’Bobbins” der Pickups sowie die Jackplate umlackieren. Falls ich das Pickguard verwenden werde, lackiere ich auch das um. Beim Binding bin ich mir noch nicht so sicher, ich habe mir noch ein schön helles bei Ebay ersteigert, das werde ich wohl dem sehr dunklen von Stewmac vorziehen.
Um den Tonabnehmer lackieren zu können, hab ich zuerst alle Schrauben und Pole herausgenommen und dann alles sauber abgeklebt. Dann einmal dünn mit Plastik- primer drübergesprüht. Als nächstes habe ich den Multonalack in mein Airbrush- glas gesprüht und dann denn Tonabnehmer dünn zwei mal lackiert.
Das Ergebnis im Vergleich zum bisher unlackierten Tonabnehmer. Zufrieden. Wenn die Farbe dann auch noch halbwegs abriebfest ist, hat es sich gelohnt. (Ich musste übrigens die Lackierung wiederholen, da der Lack auf dem Primer überhaupt nicht gehalten hat. Ich habe dann ohne Primer lackiert. Hält besser.)
Weiter geht es mit dem Griffbrett. Die Inlays klebe ich wieder mit Epoxydharz ein. Das Harz wird zuvor noch mit Farbe und Schleifstaub gefärbt.
Mit Hilfe des grossen Radiusschleifklotz werden die Inlays in das Griffbrett gepresst und härten so über Nacht aus.
Das Ergebnis.
Und nach den ersten Schleifdurchgängen. An einigen Stellen fehlt noch Harz. Da muss ich noch mal ran.
Zwischenzeitlich hab ich beide Tonabnehmer fertig umlackiert.
Weiter geht es mit dem Biegen des Bunddrahtes. Das mache ich in mehreren Durchgängen.
Fertig! Zufrieden bin ich aber überhaupt nicht. Die Inlays sehen irgendwie nicht sauber aus... Muss ich mir später noch mal in Ruhe anschauen.
Per Oberfräse und 4mm Radiusfräser den Korpus hinten abgerundet.
Die Kanten der Bundschlitze breche ich mit einer Dreikantfeile.
Die Bundschlitze betupfe ich vor dem Einschlagen der Bünde mit Sekundenkleber.
Nach dem Bundieren ist das Griffbrett krumm wie eine Banane... Egal. Ich gehe davon aus das es nach dem Verkleben mit dem Hals keinen Einfluss auf die Biegung des Halses haben wird.
Die Bünde habe ich mit dem Tellerschleifer seitlich bündig geschliffen
Direkt weiter mit dem Binding, Ich verwende ein sehr helles Binding das ich bei Ebay erworben habe. Später sollten dann alle Plastikteile halbwegs farblich zueinander passen.
und alles schön miteinander fixieren.